Rotes Sofa gegen Leerstand

Die Gruppe des Runden Tisches „Belebung leerstehender Ladenlokale“ hat am 16. November 2018 eine erste öffentliche Aktion in einem leerstehenden Ladenlokal in Heckinghausen durchgeführt.

Die Aktiven des Stadtteils haben eine Werbekampagne geplant und vorbereitet. In Eigeninitiative wurden Plakate und Banner entwickelt und gedruckt. Ein rotes Sofa wurde angeschafft, das den Aufbruch im Stadtteil symbolisieren soll. Das Sofa stand am 16. November in einem leeren Geschäft und wurde zum Ort der Begegnung. Es wurden Menschen auf der Straße angesprochen und gebeten, ihre Wünsche zur Entwicklung des Quartiers zu benennen. Ein ehrenamtliches Filmteam hat die Interviews aufgenommen und einen kleinen Film daraus gemacht. Dieser wird auf 5 Stadtteilbildschirmen präsentiert.

Die Wuppertaler Zeitung hat berichtet: https://www.wz.de/nrw/wuppertal/stadtteile/barmen/wuppertal-projekt-rollendes-sofa-soll-ideen-gegen-leerstand-entwickeln_aid-34212819

Beim Folgetreffen am 23. November 2018 wurden konkrete weitere Maßnahmen besprochen. Ein Jungunternehmer mit Interesse an der Gründung eines Sozialunternehmens könnte sich Heckinghausen als Standort vorstellen. Die Aktiven aus dem Stadtteil werden versuchen, ihm bei der Suche nach einem geeigneten Objekt zu unterstützen.

Des Weiteren wurde intensiv über mögliche Förderprogramme gesprochen, die sowohl die Arbeit der ehrenamtlich Aktiven unterstützen, als auch die Arbeit des KoSI-Lab-Teams über das Projekt hinaus verstetigen könnten. Vom Verfügungsfonds Soziale Stadt bis zu Europa-Förderprogrammen soll recherchiert werden.

Natürlich soll es auch weitere Sofa-Aktionen geben. Ein spannender Prozess ist gestartet, der viele Menschen im Stadtteil vernetzt.

Nächstes Treffen der Gruppe: 11. Januar 2019!

Euer KoSI-Lab-Team!

Leerstand in Wuppertal - Wir tun etwas dagegen!

Am 28.09.2018 ist es wieder so weit! Wir treffen uns jetzt dieses Jahr schon zum achten Mal zum Thema "Belebung leerstehender Ladenlokale" und erarbeiten nachhaltige Lösungen für die Zukunft.

Der Runde Tisch „Belebung leerstehender Ladenlokale“ trifft sich in regelmäßigen Abständen (16.02.2018 - 07.09.2018). Die ursprüngliche „Expertenrunde“ (TeilnehmerInnen aus dem 2. Dialogtreffen mit der Stadtgesellschaft im Rahmen von KoSI-Lab) einigte sich auf die Eingrenzung des Gebietes auf zwei Stadtteile, die einen besonders hohen Leerstand aufweisen: Heckinghausen und Wichlinghausen.

Diese „Expertenrunde“ hat sich neu aufgestellt, indem sie aktive BürgerInnen aus den beiden Stadtteilen in die weitere Arbeit eingebunden hat, um deren Expertenwissen aus den Stadtteilen in die Gruppe einfließen zu lassen. Man möchte nicht stadtteilfremd Entwicklungsarbeit leisten. Man muss die Bürger vor Ort fragen was fehlt, um ein Ladenlokal wieder sinnvoll zu beleben. Die Quartiersbüros und die Bürgervereine wurden ebenso eingebunden und nehmen an den Treffen teil. Erste Ergebnisse liegen vor. Immobilienbesitzerinnen und Immobilienbesitzer wurden identifiziert, Ideen für die Nutzung von Ladenlokalen entwickelt, Öffentlichkeitsarbeit gestartet und Verantwortliche für eine mögliche Nutzung gefunden.

Heckinghauser BürgerInnen treffen sich regelmäßig im Cafè Hier&Da auf der Heckinghauser Str. 152. Diese BürgerInnen haben neben der Hauptgruppe eine zusätzliche Gruppe gebildet. Sie beschäftigt sich mit der Konzeption eines Logos sowie eines Werbebanners für die leerstehenden Ladenlokale.

Hintergrund: Es wurde ein Konzept für eine Veranstaltung „das rollende Sofa“ entwickelt. Darauf macht das Werbebanner aufmerksam. Über die Veranstaltung „das rollende Sofa“ sollen BürgerInnen aus Heckinghausen über das Thema Leerstand miteinander ins Gespräch kommen und mögliche Interessenten für die Belebung eines Ladenlokals gefunden werden.

Eine Ideenliste zur möglichen Nutzung eines Ladenlokals wurde ebenso erarbeitet und wird an der Veranstaltung „des rollenden Sofas“ veröffentlicht. Beispiele für Ideen sind: Nutzung durch andere Vereine: z. B. Bildende Kunst, SKF, Gemeinden, Kitas etc.; Außerschulischer/außeruniversitärer Lernort; Genossenschaftsläden zur Nahversorgung; Multifunktionaler Quartiersladen usw.

Wir freuen uns auf unsere nächste Veranstaltung am Freitag, den 28.09.2018!

Ihr KoSI-Lab-Team

Michele Bube

Dr. Diethard Kuhne

Angelika Leipnitz

Foto: Sascha Oertel

Besuch aus Weißwasser in der Oberlausitz

Am 15.08.18 fand ein Dialogtreffen zwischen den beiden „Kommunen innovativ“-Projekten „KoSI-Lab“ und „Kleinstadt_gestalten“ statt.

Oberbürgermeister Torsten Pötzsch kam mit Begleitung von Frank Schwarzkopf, der ehrenamtlich Stadtteilentwicklung betreibt, ins Tal der Wupper. Ein Team des Zentrums für gute Taten sowie MitarbeiterInnen der Stadtverwaltung nahmen die Gäste in Empfang und schon bei der Begrüßung wurden viele Informationen ausgetauscht.

Gemeinsamkeiten und Verschiedenes der so unterschiedlich großen Städte wurden intensiv diskutiert. In Weißwasser leben heute nur noch knapp 16.000 EinwohnerInnen, vor der Wende waren es rund 36.000, daneben Wuppertal mit rund 360.000 Einwohnern eine echte Großstadt. Trotzdem haben beide Städte auch ähnliche Probleme: Hohe Arbeitslosigkeit, schlechte Finanzlage, schrumpfende Einwohnerzahlen (in Wuppertal durch Zuwanderung wieder steigend), älter werdende Bevölkerung, schrumpfende Industrie.

In Weißwasser sind nach der Wende ganze Industriezweige verloren gegangen. So war die Stadt einmal eine Hochburg der Glasindustrie. Heute gibt es gut bezahlte Arbeitsplätze nur noch im Braunkohleabbau. Die Perspektiven hier sind durch politische Entscheidungen zum Braunkohleausstieg ebenfalls schlecht. Alternativen gibt es kaum. In Wuppertal fehlen durch die topografische Lage Industrieflächen. Hier wird die Entwicklung zum Dienstleistungsstandort vorangetrieben.

In beiden Städten gibt es große Herausforderungen, das Wachstum zu stärken und lebenswerte Orte zu entwickeln bzw. zu erhalten. Sowohl in der Kleinstadt Weißwasser als auch in Wuppertal trifft man auf eine ausgeprägte Bürgerengagement-Landschaft. Mit der Aktivierung von Bürgerressourcen wollen die Städte gemeinsam mit ihren Bürgern die Herausforderungen angehen. Die Teilnahme am Projekt „Kommunen innovativ“ ermöglicht es, neues auszuprobieren.

Die Weißwasser-Delegation hat sehr viele Anregungen aus dem Zentrum gute Taten mitgenommen. Außerdem gab es einen Besuch bei Utopia Stadt, ein Bürgerengagement-Projekt, sowie einen Besuch der Nordbahntrasse, ebenfalls ein Bürgerprojekt. Die beiden Städte werden im Austausch bleiben, um voneinander zu lernen.

Euer KoSI-Lab-Team

Michele Bube

Leo Braunleder

Angelika Leipnitz

Foto: Michele Bube

Leerstand in Wuppertal - Wir tun etwas dagegen!

Runder Tisch - Belebung leerstehender Ladenlokale. Es geht weiter. Seit Anfang des Jahres gibt es ein Gruppe, die etwas gegen den gewerblichen Leerstand in Wuppertal tun möchte. Die Teilnehmenden konzentrieren sich zur Zeit auf zwei Stadtteile: Heckinghausen und Wichinghausen.

Das nächste Treffen findet am 17.08.18 um 15 Uhr 30 in Heckinghausen statt. Ort: Café Hier & Da, Heckinghauser Str. 152, 42289 Wuppertal. Kommen Sie dazu!

Was kann alles in einem leerstehenden Ladenlokal entstehen?

Dies sind einige der erarbeiteten Beispiele der Teilnehmenden:

Fahrradgarage mit Werkstatt

Standorte für Biokisten von umliegenden Bauernhöfen

Tauschregale

Außerschulische Lernorte

Kunst- und Kulturprojekte

Am 17.08. will die Gruppe nächste Schritte überlegen.

Wer Interesse an dem Thema hat und sich aktiv in die Weiterentwicklung einbringen will, ist herzlich eingeladen dazu zu kommen.

Euer Moderationsteam

Michele Bube

Dr. Diethard Kuhne

Angelika Leipnitz

Foto: Michele Bube

Dörte und die neue Bank

Unser Projekt "Sitzbank" findet auch bei Radio Wuppertal Anklang.

Wir freuen uns, dass Dörte Bald, bekannt als Dörte aus Heckinghausen, über unsere Bank berichtet hat.

Vielen Dank an Dörte und Radio Wuppertal.

Hier geht´s zum Radiobeitrag

Viele Grüße Euer KoSI-Lab-Team

 

Unterstützung des Ehrenamtes durch neue interaktive Karte

Interaktive Karte zum Ehrenamt

Ein essentieller Beitrag am Projekt KoSI-Lab ist die Bereitstellung eines Informationsportals „Ehrenamt“ in Form einer interaktiven Karte, damit die rund 670 verwalteten Angebote zum Ehrenamt vom Zentrum für gute Taten öffentlich im Internet publiziert werden. Nur die Karte des Zentrums für gute Taten spiegelt die Vielfalt der Wuppertaler Engagementlandschaft wider. Der interessierte Bürger erhält einen Überblick über die möglichen Ehrenamtsaufgaben in ganz Wuppertal. Als Informationsquelle stärkt sie das bereits bestehende Bürgerengagement und will neues Engagement über den digitalen Weg erreichen sowie fördern. 

Die Darstellung der ehrenamtlichen Aufgaben der zahlreichen Vereine und Organisationen soll Bürgern, die sich ehrenamtlich engagieren möchten, helfen, für sie geeignete Angebote zu finden. Anwendungsszenario: „Hilfe ich gehe in Pension, was mache ich jetzt? Was gibt es wo für Möglichkeiten?“

Die Information, die das Portal zu einem Angebot anbietet, ist keine direkte Kontaktaufnahme des Interessenten mit der Organisation, die das jeweilige Angebot anbietet. Es wird vielmehr eine Grundinformation über die Tätigkeit gegeben, auf deren Vermittlung eines Ehrenamts stets ein persönliches Gespräch zwischen dem Interessenten und der Geschäftsstelle des Zentrums für gute Taten erfolgt. Im Zentrum für gute Taten wird viel Wert darauf gelegt in einem persönlichen Beratungsgespräch ein passendes Ehrenamt für die Interessenten zu finden und die neuen Ehrenamtler kennen zu lernen.

Für welche Personen ist die Karte außerdem interessant:

  • Vertreter*in einer Organisation, der*die sich mit anderen Organisationen mit einem ähnlichen Schwerpunkt vernetzen will.
  • Person, die Hilfe benötigt und nach einer Organisation sucht, die Unterstützung anbietet.
  • Unternehmen, das ein soziales Projekt unterstützen möchte.
  • Neubürger*in, der*die sich über das Angebot an sozialen Projekten im neuen Wohnumfeld informieren möchte.
  • Stadt Wuppertal, die sich und Bürger*innen über bestehende Angebote informieren möchte?
  • Journalist*in, der*die über soziale Projekte in Wuppertal berichten möchte.
  • Wissenschaftler*in, der*die etwas über das Bürgerengagement in Wuppertal herausfinden will.

Als mobile Version kann die Karte über das Tablet, das iPad und das Smartphone aufgerufen werden. Die Karte ist außerdem in das CMS der Stadt Wuppertal integriert. Eine gute und einfache Betreuung ist somit gewährleistet. Für die Pflege der Daten zu den Angeboten sind die Mitarbeiter*innen des Zentrums für gute Taten zuständig. Diese Angebote lassen sich nach Aufgabenfeldern, Tätigkeiten und Zielgruppen filtern und in einer persönlichen Merkliste speichern. Per E-Mail können Sie die Merkliste an das Zentrum für gute Taten schicken, um ein persönliches Gespräch telefonisch oder in der Geschäftsstelle vorzubereiten bzw. daran anzuknüpfen.

Das Zentrum für gute Taten freut sich über jeden Besuch!

Concordienstraße 14
42275 Wuppertal
Telefon 0202 946 20445
E-Mail post@zfgt.de

Öffnungszeiten:
Dienstag 10:00 – 14:00 Uhr
Donnerstag 10:00 – 18:00 Uhr

Als Gemeinschaftsprojekt aus Stadtverwaltung, Ehrenamtlern des Zentrum für gute Taten und KoSI-Lab-Mitarbeitern ist die interaktive Karte erfolgreich umgesetzt worden.

Euer KoSI-Lab-Team

Runder Tisch - Belebung leerstehender Ladenlokale

KoSI-Lab: Am 29. Juni ab 15.30 Uhr hat der Runde Tisch zum Thema „Belebung leerstehender Ladenlokale“ in Heckinghausen stattgefunden. Der Runde Tisch hat sich bis jetzt insgesamt vier Mal getroffen und der nächste Termin wird im August stattfinden. Am letzten Freitag wurde viel darüber diskutiert, wie man zum Beispiel auf ein leerstehendes Ladenlokal positiv aufmerksam machen kann.

Ideen waren am Freitag u.a.:

Plakat oder Banner gestalten.

Die Fenster von Innen mit einer bedruckten Folie zu bekleben.

Den Innenraum aufräumen und säubern.

"Rollendes Sofa" um mit Bürgern in Austausch über das Ladenlokal zu treten.

In zwei Stunden haben wir erfolgreich, gemeinsam - auf gleicher Augenhöhe - miteinander diskutiert und Möglichkeiten gesucht, um die eigene Stadt lebenswerter zu machen.

Vielen Dank an alle Teilnehmenden für Eure Zeit, Eure tollen Ideen und Eure Motivation!

Wir freuen uns auf den nächsten Termin.

Euer Moderationsteam

Dr. Diethard Kuhne, Angelika Leipnitz und Michele Bube

 

Auch auf Twitter sind wir vertreten.

Foto: Sascha Oertel

 

Die Bank steht!

Am 08. Juni wurde „Rosis Bank“ an der Werléstraße im Stadtteil Heckinghausen gebührend eingeweiht. Aus einer Bürgeridee ist nun Wirklichkeit geworden. Der Aufforderung herzlich mit uns die Bank zu feiern, sind viele Menschen aus Wuppertal gefolgt. So konnten wir uns alle einer Vielzahl an verschiedenen Bürgerinnen und Bürgern von jung bis alt erfreuen, welche die Einweihungsveranstaltung zu einem gelungenen Fest gemacht haben.

Angeführt von einem musikalischen Beitrag von Dörte Bald, bekannt als „Dörte aus Heckinghausen“, welche sogar die umliegende Nachbarschaft an die Fenster lockte, begann die Festivität um 18 Uhr. Groß und Klein bekamen die Gelegenheit sich zu dem belebendem Programm von Dörte zu bewegen. Für das leibliche Wohl, in Form von leckerem Popcorn und Sektempfang sowie nicht alkoholischen Getränken, sorgte der Stadtteiltreff Heckinghausen.

Herr Guido Mengelberg, stellvertretender Bürgermeister und Mitglied des Bürgerforums Heckinghausen moderierte durch den Abend und erklärte allen Anwesenden im Rahmen einer Rede wie es zum Aufstellen der Bank gekommen war. Wer hatte die Idee? Welche Personen müssen miteinbezogen werden? Wer finanziert die Bank? Wo darf man überhaupt eine Bank aufstellen? Weitere Personen der beteiligten Akteure des Quartiersbüros, des Bürgerforums, des Bezirksvereins, der Stadtverwaltung, des Zentrums für gute Taten sowie der Begleitforschung durch das Wuppertal Institut kamen zu Wort.

Das Projekt „Rosis Bank“ hat gezeigt, dass man in der Stadt Wuppertal gemeinsam auf gleicher Augenhöhe an einer guten Idee arbeiten kann. Hürden wurden gemeistert und die Stadt lebenswerter gemacht!

Wir freuen uns auf das nächste Projekt!

Euer KoSI-Lab-Team

Foto: Angelika Leipnitz

„Kommunen und Forschung“ Was gibt es zu beachten!

Unter dem Motto „Kommune und Forschung“ startete am 21. Juni der dritte Workshop der Fördermaßnahme „Kommunen innovativ“ gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in Butzbach. Als Tagesziel sollte die partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Kommune und Forschung diskutiert werden, wobei es galt die Rolle der Kommunen als Partner von Forschung und Entwicklung, vor dem Hintergrund einer nachhaltigen, demografiefesten Entwicklung der Regionen in Deutschland, zu stärken.

Die Mitwirkung an einem Forschungsprojekt stellt für die Kommunen ein neues Terrain und ein Wagnis dar. Nur wenige Kommunen haben bisher konkrete Erfahrungen, aktiv an praxisorientierter Forschung mitzuwirken und diese zu gestalten. Hindernisse und Stolpersteine kommen in den verschiedenen Bereichen der Durchführung eines Forschungsprojektes vor.

Unter der Leitung des Difu (Deutschen Instituts für Urbanistik) bestand der Tag aus einer guten Mischung von Vorträgen, Austausch in Kleingruppen und Diskussionen im Plenum.

Diese wichtigen Fragen wurden thematisiert:

Warum beteiligen sich Kommunen an einem Forschungsvorhaben?

Welche konkreten Ergebnisse sollen mit dem Forschungsvorhaben aus kommunaler Perspektive erzielt werden?

Welche Rolle nimmt die Kommune ein? Was erwartet sie, was wird von ihr erwartet?

Wie erfolgt die Kooperation zwischen den wissenschaftlichen und kommunalen Partnern?

Was funktioniert in der Zusammenarbeit und was nicht?

Wie wird mit unterschiedlichen Logiken und Zielen umgegangen?

Neben der Tagesordnung stand die Vernetzung mit den einzelnen Projektbeteiligten für uns im Vordergrund. Durch den gemeinsamen Austausch in Arbeitsgruppen und im Plenum konnten wir Erfahrungen und Tipps erfolgreich untereinander austauschen. Unsere bisherigen Ergebnisse zum Thema „Kommunen und Forschung“ konnten wir ebenso der Gruppe präsentieren. Das KoSI-Lab-Team aus Wuppertal hat sich gefreut wieder Teil des Workshops gewesen zu sein.

Der nächste Workshop, dieses Mal zum Thema - Öffentlichkeitsarbeit - findet am 29. August 2018 statt. Wir hoffen auch dort wieder teilnehmen zu können, um in einen regen Austausch mit anderen Projekten zu treten.

Teilnehmende Projekte:

AktVis, KoDa_eG, KomkomIn, LebensRäume, LebensWert, KIF, IER-SEK, Projekt Flächenmanagement, TempAland, KOMOBIL_2035, Mosaik

 

Foto: Michele Bube

KoSI-Lab Wuppertal: Zwischenbilanz der Arbeitsphase

Die mit dem Dialogtreffen im November 2017 gestartete Arbeitsphase von KoSI-Lab Wuppertal zeigt erste Erfolge. Zwei Entwicklungslinien in den KoSI-Lab Prozessen wurden erarbeitet: Erstens entsteht mit KoSI-Lab eine Anlaufstelle für Ideen aus der Bürgerschaft. Zweitens wirkt KoSI-Lab in Runden Tischen prozessbegleitend, um gemeinsam mit bereits bestehenden Initiativen und anderen Akteuren sozial innovative Ideen auf den Weg zu bringen.


Eine der Mitwirkenden eines Wuppertaler Bürgerforums hatte im Sommer 2016 die Idee, eine Bank auf der Werléstraße aufzustellen, damit auch ältere oder gehbehinderte Menschen zu Fuß die sehr steile Straße hinaufkommen und nach der Hälfte eine Pause machen können. Eine Parkbank zur Erhaltung der Mobilität, also ein Beitrag zur Demografiefestigkeit mit gleichzeitigem positivem Effekt zum Klimaschutz. Prima Idee! Das Aufstellen der Bank wurde durch KoSI-Lab begleitet, aus dem Prozess bis zur Genehmigung einer solchen Bank im öffentlichen Raum konnte vieles für ähnliche Projekte gelernt werden. Am 8. Juni 2018 war es soweit, die Bank wurde feierlich eingeweiht!


Die Runden Tische, initiiert mit dem zweiten Dialogtreffen zu den Themen „Fahrradgaragen in Wuppertal“, „Belebung leerstehender Ladenlokale und „Vision einwegbecherfreies Wuppertal“, haben inzwischen mehrfach in Folgetreffen getagt. Unter Beteiligung von Organisationen der Zivilgesellschaft, einzelnen BürgerInnen, der Stadtverwaltung, der Wissenschaft und zum Teil der Wirtschaft haben die Teilnehmenden Ideen aus den ersten Sitzungen weiterverfolgt, neue entwickelt und Umsetzungsmöglichkeiten diskutiert. Ein wichtiger Schritt hierbei: Es wurde für alle drei Themen an bereits bestehende Ideen oder Initiativen im Tal angeknüpft und überlegt, welche Akteure noch an den Runden Tischen beteiligt werden sollen. So wurden aus den neuen Vernetzungen neue Ideen generiert und Synergien gefunden, durch die die bestehenden Initiativen gestärkt werden. Von neuen Formen des Public-Private-Partnership bis zu Kooperationen bei digitalen Angeboten werden die Möglichkeiten ausgelotet. Durch die frühzeitige Beteiligung der unterschiedlichen Akteure aus allen Sektoren können häufige Hürden für bürgerschaftliche Ideen frühzeitig erkannt und bearbeitet werden.

 

Foto: Angelika Leipnitz

Gemeinsam geht was

Am Freitag 08. Juni um 18 Uhr wurde „Rosi’s Bank“ durch den Bezirksbürgermeister Christoph Brüssermann eingeweiht. Nach dem Motto: „Was lange währt, wird endlich gut“, wurde aus einer Bürgeridee Wirklichkeit. Wie alles begann: Das Bürgerforum in Heckinghausen trifft sich regelmäßig, um Ideen für den Stadtteil „auszuhecken“. Eine der Mitwirkenden, Rosi, hatte im Sommer 2016 die Idee, eine Bank auf der Werléstraße aufzustellen, damit auch ältere oder gehbehinderte Menschen zu Fuß die sehr steile Straße hinaufkommen und nach der Hälfte eine Pause machen können. Eine Parkbank zur Erhaltung der Mobilität, also ein Beitrag zur Demografiefestigkeit mit gleichzeitigem positivem Effekt zum Klimaschutz. Prima Idee! Zeitgleich ist in Wuppertal das Projekt KoSI-Lab (Kommunale Labore sozialer Innovation) an den Start gegangen.

Gemeinsam mit Stadtverwaltung und Wuppertal Institut entwickelt das Zentrum für gute Taten eine Anlaufstelle für Ideen aus der Bürgerschaft. Damit das wissenschaftliche Projekt von Anfang an einen Praxisbezug hat, wird mit echten Projektideen geübt. So wurde das Aufstellen einer Sitzbank wissenschaftlich beleuchtet. Niemand konnte ahnen, welche vielen Vorschriften und Hürden es zu bewältigen gibt, bis eine Sitzbank im öffentlichen Raum aufgestellt werden kann. Handelt es sich um eine Verkehrsfläche oder Grünfläche? Liegt das Interesse zum Aufstellen bei einer Vielzahl von Bürgern oder handelt es sich um ein Einzelinteresse? Gibt es so genannte Angsträume, in denen Bänke nicht aufgestellt werden dürfen? Welche Art von Bank darf aufgestellt werden? Wer bezahlt diese? Dürfen Spenderplaketten angebracht werden? Welche Mitarbeiter der Stadtverwaltung sind zuständig? Für das Wissenschaftsprojekt sind die gewonnenen Erkenntnisse aus dem Praxisbeispiel für zukünftige Ideenumsetzungen ein enormer Gewinn.


Da die Bank in Heckinghausen aufgestellt werden sollte, wurde als erstes das Quartiersbüro Heckinghausen eingebunden. Dieses verwaltet den so genannten Verfügungsfonds, gefördert durch das Bund-Länder Programm „Soziale Stadt“ und den Förderrichtlinien Stadterneuerung des Landes NRW. Über diesen Fond können Projekte im Stadtteil finanziell unterstützt werden. Allerdings muss ein 10prozentiger Eigenanteil geleistet werden. An dieser Stelle kam der Bezirksverein Heckinghausen ins Spiel, der den Antrag gestellt und auch den Eigenanteil gestemmt hat. Außerdem gab es Stadtteilspaziergänge mit Anwohnern und Senioren um einen Standort zu ermitteln.


Bürger*innen, Bürgerforum, Quartiersbüro, Bürgerverein und Stadtverwaltung haben gemeinsam an der Umsetzung der guten Idee gearbeitet. Viele Hürden galt es zu nehmen, am Ende zählt natürlich das positive Ergebnis. Die einzelnen Schritte sind dokumentiert und nun gilt es, die Abläufe für zukünftige Ideen zu verbessern.

KoSI-Lab Wuppertal startet in die Arbeitsphase

Am 24. November 2017 fand in den Räumlichkeiten des Wuppertal Instituts das zweite Dialogtreffen statt, an dem dieses Mal nicht nur zahlreiche gemeinnützige Initiativen, sondern auch ExpertInnen aus Stadtverwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft teilnahmen. Nach einer kurzen Begrüßung durch das KoSI-Lab Team in Person von Prof. Oscar Reutter (Wuppertal Institut), Michael Telian und Angelika Leipnitz (beide Stadt Wuppertal) sowie Ralf Keller (Zentrum für gute Taten e.V.), gab das Team einen kurzen Rückblick zum ersten Dialog mit der Stadtgesellschaft im Juni. Danach ging es für die Teilnehmenden direkt an die Arbeit. In drei Runden Tischen entwickelten sie zu vorab festgelegten Oberthemen eigene Projektideen und planten zusammen mit den eingeladenen ExpertInnen die ersten Schritte für eine Umsetzung. Angelehnt an den thematischen Schwerpunkten von KoSI-Lab (demographischer Wandel und Nachhaltigkeit) befassten sich die Teilnehmenden mit der Belebung leer stehender Ladenlokale, der Errichtung von Fahrradgaragen in der Stadt sowie mit dem visionären Ziel, Einwegbecher aus Wuppertal zu verbannen. An allen Tischen herrschte eine intensive Arbeitsatmosphäre: es wurde heiß diskutiert, viele innovative Ideen gesammelt und zahlreiche Erfahrungen ausgetauscht. Und obwohl es sich bei den Runden Tischen zunächst nur um eine Simulation der zukünftigen Zusammenarbeit handelte, äußerten alle Teilnehmenden in der Abschlussdiskussion ihr Interesse und ihre Bereitschaft, weiter an diesen Themen zu arbeiten. Dies bestätigte wieder einmal, welch großes Engagement alle Anwesenden zeigen und was sie für ihre Stadt ehrenamtlich zu leisten bereit sind.

Das KoSI-Lab Team wird nun die Ergebnisse der einzelnen Tische aufbereiten und für die einzelnen Arbeitsgruppen Folgetreffen organisieren, um die Projekte weiterzuführen und die Vernetzung der Teilnehmenden untereinander zu vertiefen. Die nächste Dialogrunde wird mit alten und neuen AkteurInnen voraussichtlich im ersten Quartal 2018 stattfinden.

 

Teilnehmende ExpertInnen von:

Café du Congo

Eigenbetrieb Straßenreinigung Wuppertal (ESW)

GEPA – The Fair Trade Company

Koordinierung der Abfallwirtschaft, Stadt Wuppertal

Umweltplanung, Stadt Wuppertal

 

Angeregte Diskussionen während der Runden Tischen

Foto: Achim Bogatz

 

Teilnehmende Initiativen:

Aufbruch am Arrenberg e.V.

Bürgerforum Heckinghausen

Deutscher Kinderschutzbund, OV Wuppertal e.V.

Flüchtlingshilfe Wuppertal-West e.V.

Foodsharing Wuppertal e.V.

Kopp auf! Wuppertaler Initiative für nachhaltige Entwicklung e.V.

Nachbarschaftsheim Wuppertal e.V.

Neue Ufer Wuppertal e.V.

Nord-Stadt e.V.

Nordstädter Bürgerverein e.V.

Pfandraising Wuppertal e.V.

Quartierbüro Heckinghausen

Stadtverband der Bürger- und Bezirksvereine Wuppertal

TransZent/WI-Projekt WTW - Wohlstands-Transformation Wuppertal

Utopiastadt e.V.

Wuppervital e.V.

Zentrum für gute Taten e.V.

 

KoSI-Lab bei Radio Kilowatt

Erstes Dialogtreffen mit der Wuppertaler Stadtgesellschaft

 

Das KoSI-Lab Team Wuppertal lud zum ersten Dialogtreffen mit der Stadtgesellschaft: Am 23. Juni fanden sich 20 verschiedene gemeinnützige Initiativen* aus Wuppertal im Wuppertal Institut ein, um das Projekt KoSI-Lab kennenzulernen und in Workshops gemeinsam Impulse für die weitere Projektentwicklung zu setzen.
Nach einer Begrüßung durch den Wuppertaler Oberbürgermeister Andreas Mucke und dem Präsidenten des Wuppertal Instituts Professor Dr. Uwe Schneidewind, arbeiteten die Teilnehmenden in parallelen Kleingruppen intensiv zusammen. Sie beschäftigten sich in den Workshops nicht nur mit vereinstypischen Herausforderungen wie der Nachwuchsgewinnung und Öffentlichkeitsarbeit, sondern gingen ebenfalls neuen Fragestellungen nach zum Beispiel der ökologischen Nachhaltigkeit als Querschnittsaufgabe für Organisationen nach. Besonders rege Beteiligung fand der Workshop zur Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung, in dem sich die städtische Repräsentantin bereitwillig den oft kritischen Anmerkungen der Teilnehmenden stellte. Das KoSI-Lab Team Wuppertal wird nun die vielen guten Ideen und Anregungen reflektieren und in den weiteren Projektprozess berücksichtigen.

Im Herbst 2017 findet voraussichtlich ein Folgetreffen statt, bei dem die gemeinsame Vernetzung ausgebaut und die weitere Entwicklung des KoSI-Labs vorangetrieben werden soll. Denn, nur in Zusammenarbeit mit den engagierten Menschen in Wuppertal kann das zukünftige KoSI-Lab erfolgreich gedeihen. Das Dialogtreffen war ein erster wichtiger Schritt dazu.

 

 

 

Anregende Diskussionen beim Dialogtreffen

(Foto: Kristina Malis)

 

* Teilnehmende Initiativen:

Aufbruch am Arrenberg e.V.

Bürgerforum Heckinghausen

Changemaker City

Deutscher Kinderschutzbund – Ortsverband Wuppertal e.V

Foodsharing e.V.

Förderverein Historische Parkanlagen e.V.

Flüchtlingshilfe Wuppertal-West e.V.

Kopp auf!-Wuppertaler Initiative für Nachhaltige Entwicklung e.V.

Kurs21 e.V.

Nachbarschaftsheim Wuppertal e.V.

Neue Arbeit Neue Kultur bergische Region e.V.

Neue Ufer Wuppertal e.V.

Nord-Stadt e.V.

Pfandraising Wuppertal e.V.

Stadtverband der Bürger- und Bezirksvereine Wuppertal

Stadt Wuppertal + Aktion „Pflanz deinen Baum und tu Gutes“

TransZent/WI-Projekt WTW - Wohlstands-Transformation Wuppertal

Utopiastadt

Zentrum für gute Taten e.V.